Wie werden Parteispenden abgesetzt?

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Im September ist Bundestagswahl. Wenn Sie die von Ihnen favorisierte Partei mit einer Spende unterstützen möchten, vergessen Sie nicht, die Spende in der nächsten Steuererklärung geltend zu machen!

Spenden und Mitgliedsbeiträge an politische Parteien werden zusätzlich zum Abzug von normalen Spenden in zwei Schritten steuerlich berücksichtigt:

  • Zuerst werden Ihre Zuwendungen bis zu 1.650 Euro bzw. 3.300 Euro (Einzel- bzw. Zusammenveranlagung) zur Hälfte direkt von der Steuerschuld abgezogen. Diese erste Steuerersparnis beträgt also maximal 825 Euro bzw. 1.650 Euro.

  • Zuwendungen über 1.650 Euro bzw. 3.300 Euro hinaus sind bis zu weiteren zu 1.650 Euro bzw. 3.300 Euro als Sonderausgaben absetzbar – und zwar auch dann, wenn der Spendenhöchstbetrag bereits überschritten ist!

Das bedeutet: Zuwendungen an politische Parteien sind bis zur Höhe von insgesamt 3.300 Euro bzw. 6.600 Euro (Einzel- bzw. Zusammenveranlagung) steuerbegünstigt.

Nachweis der Spende

Für den Abzug müssen Sie eine Zuwendungsbestätigung vorlegen. Bei Spenden bis 200 Euro reicht ein vereinfachter Nachweis per Bareinzahlungsbeleg oder Kontoauszug mit Buchungsbestätigung.

Beim Online-Banking ersetzt der PC-Ausdruck des Online-Kontoauszuges den von der Bank ausgestellten Kontoauszug, wenn er die gleichen Angaben enthält: Name und Kontonummer des Auftraggebers und des Empfängers (oder stattdessen ein Identifizierungsmerkmal), den Überweisungsbetrag sowie den Buchungstag.

Bei Spenden über PayPal genügt ein Kontoauszug des PayPal-Kontos mit Angabe des Kontoinhabers und dessen E-Mail-Adresse sowie ein Ausdruck über die Transaktionsdetails der Spende.

Für Parteimitgliedsbeiträge reicht auch eine Beitragsquittung, ausgenommen Mitgliedsumlagen und Aufnahmegebühren.

Spenden an Wählervereinigungen

Begünstigt sind auch Spenden und Mitgliedsbeiträge an unabhängige Wählervereinigungen, die als politische Vereine ohne Parteicharakter vorwiegend auf kommunaler Ebene tätig sind. Wichtig ist, dass die Vereinigung die Rechtsform eines Vereins hat; ein Vereinsregistereintrag ist nicht notwendig.

Die Zuwendungen können nur bis zu 1.650 Euro bzw. 3.300 Euro (Einzel- bzw. Zusammenveranlagung) zur Hälfte direkt von der Steuerschuld abgezogen werden. Ein darüber hinausgehender Abzug im Rahmen der Sonderausgaben wie bei den Parteispenden ist nicht zulässig. Gegen diese Praxis ist allerdings eine Revision beim BFH anhängig (Az. X R 55/14).

Für den Abzug müssen Sie eine Zuwendungsbestätigung vorlegen.

Noch ein Hinweis für Parteimitglieder/Mandatsträger:

Bei Parteien sind alle über Mitgliedsbeiträge hinausgehende Zahlungen Spenden. Daher sind auch sog. Mandatsträgerbeiträge, die Träger politischer Mandate (etwa Abgeordnete, Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte, die Parteimitglied sind) in der Regel von ihren Diäten, Gehältern, Sitzungsgeldern oder Aufsichtsratsvergütungen an die Parteikasse abführen müssen, Parteispenden!

Ausnahme: Hat sich ein kommunaler Mandatsträger (z.B. ein Mitglied des Stadtrates oder ein stellvertretender Bürgermeister) gegenüber seiner Fraktion verpflichtet, einen Teil seiner Mandatseinnahmen an die Fraktionskasse abzuführen, liegt keine Parteispende vor.

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