Wenn verliehenes Geld nicht zurückkommen kann

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Ein Ehepaar leiht einem Mann Geld – mit Darlehensvertrag und Zinsvereinbarung. Irgendwann bleiben die Zinszahlungen aus und der Schuldner meldet Insolvenz an. Was bedeutet das für die Gläubiger?

In einem vom FG Düsseldorf entschiedenen Fall hatten die Darlehensgeber in ihrer Steuererklärung die verlorene Summe als Verlust bei den Einkünften aus Kapitalvermögen geltend gemacht. Sie hatten 25.000 € zu einem Zinssatz von 5 % verliehen und waren auf einer offenen Darlehensforderung von 19.338,66 € sitzen geblieben.

Ihre Verluste wurden steuerlich jedoch nicht anerkannt. Der Verlust von Darlehenskapital, erklärten die Richter, stehe nicht in einem wirtschaftlichen Zusammenhang mit den Kapitaleinkünften. Aufwendungen, die das Kapital selbst betreffen (zum Beispiel Tilgungszahlungen oder der Verlust des Kapitals) berührten die Einkunftsart nicht. Der Totalausfall einer Kapitalforderung infolge der Insolvenz des Darlehensnehmers erfülle keinen der Besteuerungstatbestände (FG Düsseldorf vom 11.3.2015, 7 K 3661/14 ).

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