Verlust aus Verkauf einer Fondspolice steuerlich nicht absetzbar?

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Wenn Gewinne steuerpflichtig sind, sollten auch Verluste steuerlich Berücksichtigung finden – sagt der gesunde Menschenverstand. Das FG Düsseldorf sieht das jedenfalls beim Verkauf von Fondspolicen anders.

Hintergrund: Werden die Ansprüche aus vor 2005 abgeschlossenen fondsgebundenen Lebensversicherungen verkauft, ohne dass die 12-jährige Mindestlaufzeit für die Steuerfreiheit der Auszahlung eingehalten wurde, ist der Gewinn aus dem Verkauf steuerpflichtig.

Daher sollte umgekehrt auch ein Verkaufsverlust in Höhe der Differenz zwischen den (höheren) gezahlten Beiträgen und dem (niedrigeren) Verkaufserlös mit positiven Kapitalerträgen verrechenbar sein.

Das sieht das FG Düsseldorf anders und hat den Verlust aus dem Verkauf einer 1999 abgeschlossenen Fondspolice im Jahr 2009 durch einen Ehemann an seine Ehefrau nicht anerkannt.

Begründung für die Klageabweisung: Der Verkäufer hätte keine Einkunftserzielungsabsicht gehabt, wollte also mit der Lebensversicherung gar keine steuerpflichtigen Einkünfte erzielen (FG Düsseldorf vom 23.10.2015, 1 K 2011/13 E). Einen Gestaltungsmissbrauch sah das Gericht dagegen nicht.

Nun muss der Bundesfinanzhof darüber urteilen, da der unterlegene Kläger Revision eingelegt hat (Az. VIII R 38/15). Sein Veräußerungsverlust betrug 46.198 Euro.

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