Steuern sparen mit der Familie: So geht's

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Einkünfte innerhalb der Familie zu verlagern ist ein interessantes Steuermodell, das sich auf verschiedene Art und Weise realisieren lässt. Um die gewünschte Steuerersparnis tatsächlich zu erzielen, ist eine umsichtige steuerliche Planung erforderlich.

Die Einkünfteverlagerung innerhalb der Familie kann unterschiedliche Zielrichtungen haben:

  • Ein Ziel kann es sein, Leistungen für den Unterhalt von Familienangehörigen, die eigentlich nicht steuerlich abzugsfähig sind, in steuerlich abzugsfähige Kosten umzuqualifizieren. Dazu eignen sich beispielsweise Arbeitsverträge, Darlehensverträge oder Mietverträge mit Angehörigen.

  • Liegen innerhalb der Familie unterschiedliche Einkommensverhältnisse vor, weichen die persönlichen Steuersätze stark ab. Diese Unterschiede lassen sich steuerlich nutzen: Die Steuerbelastung der Familie sinkt dadurch, dass Sie einen Teil der Einkünfte auf die Angehörigen mit geringerer Steuerbelastung übertragen. Die Familienmitglieder mit hohem Einkommen sparen mehr Steuern, als die Angehörigen mit niedrigeren Einkommen zusätzlich zahlen müssen.

  • Steuern kann man auch sparen, indem man die Freibeträge und Werbungskosten-Pauschalen aller Angehörigen ausschöpft.

Jedem Steuerpflichtigen steht der Grundfreibetrag zu. Dazu kommen weitere Freibeträge und Pauschbeträge, die das steuerfreie Einkommen erhöhen. Darüber hinausgehende Einkünfte werden versteuert, beginnend mit dem Eingangssteuersatz bis hin zum maximalen Steuersatz.

Neben der Einkommensteuer müssen Sie bei diesen Gestaltungen auch die Erbschaft- und Schenkungsteuer bedenken. Diese Steuer fällt bei der Übertragung von Vermögen oberhalb der steuerlichen Freibeträge durch Schenkung oder Erbschaft an. Durch rechtzeitige Maßnahmen können Sie Ihre Steuerbelastung jedoch erheblich reduzieren oder sogar die Steuer ganz vermeiden.

Wechselwirkungen bedenken!

Prüfen Sie bei jeder Gestaltung die Wechselwirkungen mit anderen Vorschriften: So können Sie z.B. den Kinderfreibetrag bzw. den Anspruch auf Kindergeld verlieren, wenn die Einkünfte Ihres Kindes bestimmte Grenzen übersteigen. Auch andere Vergünstigungen oder Zahlungen hängen vom Einkommen ab, z.B. die kostenfreie Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung und BAföG-Leistungen.

Nur bei einer Gesamtbetrachtung lässt sich feststellen, ob ein möglicher Steuervorteil nicht durch anderweitige Nachteile stark geschmälert oder sogar völlig aufgezehrt wird.

Augen auf bei der Vertragsgestaltung!

Für die Finanzverwaltung ist bei der Untersuchung von Verträgen mit Angehörigen immer der sogenannte Drittvergleich wichtig. Das heißt: Mietverträge, Arbeitsverträge oder Darlehensverträge werden nur dann steuerlich anerkannt, wenn Sie sie auch mit einem Fremden in dieser Form abschließen und durchführen würden.

Um sich mögliche Beweisprobleme zu ersparen, dokumentieren Sie die Vertragsgestaltung so präzise wie möglich. Sie sollten auch ohne zwingend vorgeschriebene Schriftform eine kurze formlose Vereinbarung mit Datum und Unterschrift der Beteiligten abschließen.

Damit alle Zweifel beseitigt sind, müssen Sie sich im Anschluss an die getroffenen Vereinbarungen halten. Auch hier kann die Finanzverwaltung nachhaken und Belege verlangen.

Planen Sie genug Zeit ein!

Planen Sie für die Prüfung, Vorbereitung und Umsetzung von Maßnahmen einige Monate Vorbereitungszeit ein.

Verträge und Vereinbarungen sollten in Ruhe mit allen Beteiligten besprochen und angepasst werden. In der Praxis werden leider immer noch häufig in Eile zum Jahresende Verträge mit heißer Nadel gestrickt. Dadurch können wichtige Aspekte übersehen und die gewünschten Effekte nicht erreicht werden.

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