Steuerliche Behandlung negativer Zinsen

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Verkehrte Welt: Inzwischen muss man bei manchen Banken schon dafür bezahlen, dass sie das Ersparte verwahrt. Leider mindern diese Negativzinsen nicht die zu versteuernden Kapitalerträge.

Anstelle von lukrativen Zinsen auf Sichteinlagen berechnen einige Banken Strafzinsen auf Einlagen, die bei ihnen geparkt werden. Die ersten Institute haben bei Einlagen über 500.000 € auf einem Tagesgeldkonto einen Strafzins von 0,25 % pro Jahr berechnet.

Ob es sich dabei um einen negativen Zins handelt, der die zu versteuernden Kapitalerträge reduziert, oder ob die Bank schlichtweg eine Verwaltungsgebühr für die Verwahrung der Kundengelder nimmt, ist für Steuerpflichtige besonders spannend.

Das BMF hat jetzt in einem Schreiben klargestellt: Es handelt sich um einen Gebühr – wie auch immer sie genannt wird. Für Steuerzahler bedeutet das: Der berechnete negative Zins kann nicht mit positiven Kapitalerträgen verrechnet werden. Egal welche Namen die Gebühr auch trägt, sie gehört zu den Werbungskosten, die mit dem Sparer-Pauschbetrag abgegolten sind (BMF-Schreiben vom 27.5.2015 ).

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