2016: Freistellungsauftrag nur noch mit Steuer-ID

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Ab 2016 muss der Bank für alle Freistellungsaufträge die Steuer-Identifikationsnummer des Kontoinhabers bzw. Depotinhabers vorliegen. Anderenfalls ist der Auftrag unwirksam.

Aktiv werden müssen Sie vor allem, wenn Ihre Freistellungsaufträge schon seit vor 2011 laufen. Seit 2011 müssen neu gestellte Freistellungsaufträge die Steueridentifikationsnummer des Sparers enthalten, ansonsten sind sie nicht wirksam. Bei bereits bestehenden Freistellungsaufträgen muss die Steuer-Identifikationsnummer des Sparers also bis zum 31.12.2015 ergänzt werden. Die Bank darf die Nummer auch beim Bundeszentralamt für Steuern abfragen.

Wenn Sie die Frist verpassen, gilt: Liegt einer Bank Ihre Steuer-Identifikationsnummer am 1.1.2016 nicht vor, muss sie bei Zinszahlungen Abgeltungsteuer einbehalten.

Allerdings ist dann das Geld trotzdem nicht verloren. Denn wenn Sie die Steuer-ID im Laufe des Jahres 2016 nachreichen oder einen neuen Freistellungsantrag – mit Steuer-ID! – stellen, der rückwirkend ab dem 1.1.2016 gilt, schreibt die Bank die bisher einbehaltene Abgeltungsteuer des Jahres 2016 gut.

Hintergrund:

Um Kapitalerträge von einer Besteuerung freizustellen, muss vom Anleger ein Freistellungsauftrag beim jeweiligen Kreditinstitut eingereicht werden. Freistellungsaufträge können gegenüber mehreren Kreditinstituten erteilt werden, dürfen jedoch in der Summe nicht den Sparerfreibetrag übersteigen. Dieser liegt für Ledige bei 801 €, für Verheiratete bei 1.602 €.

Übersteigen die steuerpflichtigen Kapitalerträge den Freibetrag, behält das Kreditinstitut die Abgeltungssteuer ein und führt sie an das Finanzamt ab.

Freistellungsaufträge können für einen befristeten Zeitraum oder unbefristet gestellt werden. Sie gelten dann bis auf Widerruf.

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