Gesetzentwurf zur Besteuerung von Investmentfonds

 - 

Der Finanzausschuss hat den Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Investmentbesteuerung beschlossen. Mit dem Gesetz soll die Besteuerung von Publikums-Investmentfonds einfacher werden.

CDU / CSU und SPD stimmten für den von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf, die Fraktion Die Linke stimmte mit Nein, die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen enthielt sich.

Das Gesetz hat zwei wesentliche Ziele:

  • Die Besteuerung von Publikums-Investmentfonds soll einfacher werden.

  • Gestaltungsmöglichkeiten bei der Besteuerung von Kapitalerträgen (Cum / Cum-Geschäft) sollen unterbunden werden. So soll keine Anrechnung von Verlusten mehr gewährt werden, wenn der Steuerpflichtige innerhalb eines 91-tägigen Zeitraums rund um den Dividendentermin nicht an 45 Tagen Eigentümer der Wertpapiere ist.

Beweislastumkehr und Teilfreistellung

Im Bereich Verhinderung von Gestaltungen hatte der Ausschuss noch umfangreiche Änderungen vorgenommen, unter anderem durch die Einführung einer Beweislastumkehr. Dem entsprechenden Änderungsantrag stimmten auch die Oppositionsfraktionen zu.

Durch die Gesetzesänderung müssen inländische Publikumsfonds Steuern auf aus deutschen Einkunftsquellen stammenden Dividenden, Mieterträgen und Gewinnen aus dem Verkauf von Immobilien abführen.

Im Gegenzug müssen Anleger die Erträge der Fonds nicht mehr vollständig versteuern, sondern es erfolgt eine Teilfreistellung: Bei der Kapitalanlage in Aktienfonds bleiben beim Privatanleger in Zukunft 30 Prozent steuerfrei, bei Mischfonds sind es 15 Prozent.

Weitere News zum Thema

  • BSG: Mehr Arbeitslosengeld bei Nachzahlung von gestundeten Lohnansprüchen

    [] Lohnverzicht, um den Arbeitsplatz zu retten? Wenn das schiefgeht, sind Arbeitnehmer gleich dreifach gebeutelt: Ihnen ist zunächst einmal Lohn entgangen, zum Zweiten haben sie ihren Arbeitsplatz verloren und zum Dritten erhalten sie dann auch noch weniger Arbeitslosengeld, da dieses auf Grundlage des gesenkten Lohnes berechnet wird. Ein Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) vom 24.8.2017 zeigt, dass diese Folgen des Lohnverzichts deutlich begrenzt werden können, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Zusammenhang mit dem Lohnverzicht die richtige Vereinbarung treffen und vor allem, wenn im Falle der Erfolglosigkeit des Lohnverzichts später tatsächlich eine entsprechende Kompensation erfolgt (Az. B 11 AL 16/16 R). mehr

  • BSG: Keine Sperrzeit bei Arbeitslosengeld-Bezug nach der Altersteilzeit

    [] Viele Arbeitnehmer um die 63 sind derzeit noch in Altersteilzeit (ATZ). Auch sie können die abschlagfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte nutzen, die es derzeit (für den Jahrgang1954) ab 63 Jahren und vier Monaten gibt. Häufig endet die ATZ aber zu früh. Zur Überbrückung bis zum Renteneinstieg beantragen viele Altersteilzeitler deshalb für mehrere Monate Arbeitslosengeld. Das Bundessozialgericht (BSG) hat nun entschieden: In diesen Fällen darf es in der Regel keine Sperrzeit beim Arbeitslosengeld geben. mehr

  • Abgeltungssteuer in betrügerischen Schneeballsystemen

    [] Vermeintliche Einkünfte aus einem betrügerischen Schneeballsystem, bei dem die Betrüger keine Abgeltungssteuer an das Finanzamt abgeführt haben, sollen nach Auffassung der Finanzverwaltung dem persönlichen Einkommensteuersatz unterworfen werden. Der geprellte Anleger ist nach dieser Auffassung direkt zweimal der Dumme. mehr

  • Radeln auf der falschen Seite kann teuer werden

    [] Ein Radfahrer fuhr mit ungefähr zehn Kilometern pro Stunde entgegen der Verkehrsrichtung auf dem Radweg. Er kollidierte mit einem Fußgänger, der in der Nähe eines Fußgängerüberwegs die Straße überqueren wollte. Der Fußgänger stürzte und brach sich ein Gelenk. Das Landgericht Frankfurt sprach dem Fußgänger ein Schmerzensgeld in Höhe von 5.000,– € sowie weiteren Schadensersatz zu. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.