Vorsorgevollmacht ins Zentrale Vorsorgeregister eintragen lassen

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Jeder kann mit einer Vorsorgevollmacht festlegen, wer für sie medizinische oder wirtschaftliche Entscheidungen trifft, wenn er durch einen Unfall oder einer Krankheit dazu nicht mehr in der Lage ist. Doch was nützt eine Vorsorgevollmacht, wenn sie im Betreuungsfall nicht gefunden wird?

Damit die Gerichte diese Vollmachten schnell finden, gibt es das Zentrale Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer. Hier können Vorsorgevollmachten entweder online unter www.vorsorgeregister.de oder per Post eingetragen werden.

Die Dokumente können dann im Bedarfsfall schnell gefunden werden. Jeder Amtsrichter, der über eine Betreuung für den Betroffenen entscheidet, kann durch Zugriff über einen besonders geschützten Bereich im Internet, bzw. über das Justiznetz beim Register anfragen und klären, ob es eine Vorsorgevollmacht gibt.

Liegt eine solche vor, entfällt die Bestellung eines gerichtlichen Betreuers. Im Zentralen Vorsorgeregister können nicht nur Vorsorgevollmachten, sondern auch Betreuungsverfügungen und mit Vorsorgeurkunden kombinierte Patientenverfügungen registriert werden. Mehr als 1,3 Millionen Bürger haben davon bereits Gebrauch gemacht.

Die Registrierung kostet einmalig pro Dokument für Internet-Meldungen durch Privatpersonen grundsätzlich 13 Euro. Beim Lastschriftfahren fallen 15,50 Euro an. Wird mehr als ein Bevollmächtigter registriert, fallen für jeden weiteren Bevollmächtigten zusätzlich 2,50 Euro an. Bei postalischen Anmeldungen durch Privatpersonen erhöhen sich die Gebühren um 3 Euro. Der Zuschlag für jeden weiteren Bevollmächtigten erhöht sich um 0,50 Euro auf 3 Euro.

Tipp
Für die Errichtung von Vorsorgevollmachten, Betreuungs- und Patientenverfügungen sollte in jedem Fall anwaltlicher Rat in Anspruch genommen werden.

Quelle: Redaktion Anwalt-Suchservice

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