Jetzt handeln! Erbschaftsteuer: Wahlrecht nur bis 30.6.2009

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Für Erbfälle zwischen dem 31.12.2006 und dem 1.1.2009 kann rückwirkend das neue Erbschaftsteuerrecht angewendet werden. Einen entsprechenden Antrag müssen Sie bis zum 30.6.2009 stellen! Für Schenkungen gibt es kein Wahlrecht.

Achtung: Auch dann, wenn Sie beim Finanzamt die Anwendung des neuen Erbschaftsteuerrechts beantragen, gelten die "alten", niedrigeren Freibeträge!

Rechnen Sie daher genau nach, ob das neue Recht tatsächlich günstiger ist. Denn wenn sich herausstellt, dass Sie bestimmte Voraussetzungen für eine Steuerbegünstigung nicht einhalten können, und die Steuer neu festegesetzt werden muss, können Sie den Antrag nicht nachträglich zurücknehmen. Das gilt zum Beispiel hinsichtlich der Behaltenspflicht einer geerbten selbst genutzten Immobilie.

Den Antrag kann jeder Erbe separat stellen. Das lohnt sich besonders bei Kapitalvermögen. Denn geerbte Wertpapiere und Sparguthaben wurden schon vor 2009 mit dem Kurswert bzw. Guthabenstand am Todestag bewertet. Hieran ändert die Erbschaftsteuerreform zwar nichts, aber es kommt nun zu einem Entlastungseffekt, da die Tarifstufen für die Steuersätze erhöht wurden.

Das kann dazu führen, dass Enkel, Kinder oder Ehegatte bei Anwendung der neuen Regeln in eine günstigere Tarifstufe fallen. Musste der Nachwuchs z. B. das 2007 geerbte Depot mit 70.000 Euro der Steuer unterwerfen, fiel hierauf ein Steuersatz von 11% an. Unter Ausnutzung des neuen Rechts sind es nun nur noch 7%.

Anders verhält es sich u. U. bei ererbten Immobilien, die z. B. eine bestimmte Größe überschreiten bzw. nicht mindestens 10 Jahre vom Erben selbst genutzt werden. In solchen Fällen kann das alte Erbrecht günstiger sein.

Mehr zu den Voraussetzungen des neuen Erbschaftsteuerrechts

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