Ergänzungen zur Patientenverfügung: Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung

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Die Vorsorgevollmacht regelt über den Tod hinaus all das, was vom Verfasser aus Gründen eigener Handlungsunfähigkeit nicht mehr erledigt werden kann. Sie ist mit Datum und Unterschrift rechtsgültig wirksam, doch Zeugen sind sicherlich gut.

Mit einer Vorsorgevollmacht kann ein anderer für einen sterbenskranken Menschen handeln. Sie wird zweckmäßigerweise zeitlich zusammen mit der Patientenverfügung geschrieben. Dadurch kann ein Vertrauter ermächtigt werden, in Fragen der Heilbehandlung bis hin zur Entscheidung, wann sie beendet werden soll, für den Kranken einzutreten. Der Zustimmung des Betreuungsgerichts bedarf es dann nicht mehr.

Betreuungsverfügung

Wer für den Fall der Fälle auch geschäftliche und persönliche Angelegenheiten keinesfalls durch einen Fremden erledigt sehen will, was der Fall sein könnte, wenn nicht rechtzeitig auch für dafür vorgesorgt wurde, der setzt eine Betreuungsverfügung auf. Darin wird dem Amtsgericht, das für die Bestellung eines offiziellen Betreuers zuständig ist, eine vertraute Person als Betreuer vorgeschlagen, zum Beispiel der Ehepartner, eines der Kinder oder ein Freund.

Hinweis in Hand- oder Brieftasche

Sinnvoll ist es, von den Verfügungen Kopien anzufertigen, eine davon zu Hause aufzubewahren und eine weitere in der Hand- oder Brieftasche. Aber es genügt auch, nur eine "Notfallkarte" mit sich zu führen, aus dem hervorgeht, dass eine Patientenverfügung geschrieben wurde und wo das Original zu finden ist, z.B. im Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer. Ärzte und Gerichte haben Zugriff auf die dortige Datei.

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