Erbschaft und Schenkung: Ausländische Abgaben müssen nicht vorab angefallen sein

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Setzt neben dem deutschen Finanzamt auch ein ausländischer Staat Erbschaft- und Schenkungsteuer für ausländisches Vermögen fest, kann diese ausländische Steuer auf die deutsche Steuer angerechnet werden. Das hat das FG Köln entschieden.

Hintergrund: Die ausländische Erbschaft- und Schenkungsteuer durfte bisher nur dann auf die deutsche Steuer angerechnet werden, wenn diese Steuer innerhalb von fünf Jahren nach Entstehen der ausländischen Steuer festgesetzt wurde. Wurde die deutsche Erbschaft- oder Schenkungsteuer vor der ausländischen Steuer festgesetzt, verweigerten die deutschen Finanzämter die Anrechnung der ausländischen Steuer. Das gilt nun nicht mehr (FG Köln vom 26.9.2011, 9 K 2690/09 ).

Das Urteil des FG Köln bestätigt jetzt auch das Bayerische Landesamt für Steuern. Damit kann in allen offenen Fällen eine Anrechnung erfolgen, sofern zwischen der Entstehung der ausländischen und der deutschen Steuer nicht mehr als 5 Jahre liegen – unabhängig davon, welche Steuer zuerst entstanden ist (LfSt Bayern 16.1.2012 , Az. S 3831.1.1 - 1 St 34).

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