Abgeltungsteuer: So versteuern Sie Ihre Kapitalanlagen

Mit der 25 %igen Abgeltungsteuer ist grundsätzlich die Einkommensteuer auf Ihre Kapitaleinkünfte abgegolten und Sie müssen dazu keine Angaben mehr in Ihrer Einkommensteuererklärung machen. Die Bank wickelt die Steuererhebung in den meisten Fällen von sich aus ab, ohne dass Sie als Kapitalanleger selbst tätig werden müssen. Ziel: Die Steuer soll einfach und gleichmäßig erhoben werden.

Soweit die Theorie: Tatsächlich gibt es jedoch zahlreiche Gründe, weiterhin eine Anlage KAP beim Finanzamt einzureichen, etwa , um einen überhöhten Abzug von Abgeltungsteuer (Kapitalertragsteuer) zu korrigieren. Erzielen Sie Kapitalerträge, auf die keine Abgeltungsteuer an der Quelle einbehalten wird, sind Sie zur Abgabe der Anlage KAP verpflichtet. Das gilt z. B., wenn Sie Wertpapiere bei einer ausländischen Depotbank verwalten oder Auslandskonten besitzen.

Wir erläutern Ihnen,

  • welche Einkünfte weiterhin mit dem persönlichen Steuersatz belegt sind,

  • wie das System der Abgeltungsteuer formuliert. Hier erfahren Sie alles Wichtige beispielsweise zum Steuerabzug, dem Freistellungsauftrag, der Kirchensteuer und dem Verlustabzug,

  • wann die Anlage KAP abgegeben werden sollte und wann Sie Pflicht ist,

  • und wir unterstützen Sie mit nützlichen Hinweisen beim Ausfüllen der Steuerformulare.

Neben der Frage, wann die Abgeltungsteuer greift und wie sie funktioniert, ist für die einzelnen Kapitalanlagen wichtig, wie sie besteuert werden. Die Antwort hierauf finden Sie in unserem "ABC der Kapitalanlagen". Jede Kapitalanlage hat ihre Besonderheiten. Zwei Beispiele:

  • Bei Aktien sind zwar - wie bei den übrigen Kapitalanlagen auch - keine Werbungskosten abziehbar. Dennoch gibt es einige Positionen, die den Veräußerungsgewinn und damit die Steuer mindern, beispielsweise Gebühren für die Vermögensverwaltung.

  • Bei Lebensversicherungen richtet sich die Steuer u. a. nach der Vertragslaufzeit, dem Anteil des Todesfallschutzes an der Beitragssumme und dem Lebensalter des Versicherten bei Fälligkeit der Versicherungssumme.

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Inhaltsverzeichnis des Beitrags

  • 1. Die Besteuerung von Kapitaleinkünften
    • 1.1 Besteuerung zum persönlichen Steuersatz
    • 1.2 Abzug von Abgeltungsteuer
  • 2. Das System der Abgeltungsteuer
    • 2.1 Steuerabzug an der Quelle
    • 2.2 Kein Steuerabzug an der Quelle
    • 2.3 Der Sparer-Pauschbetrag
    • 2.4 Der Freistellungsauftrag
      • 2.4.1 So funktioniert er
      • 2.4.2 Freistellung gemeinsamer Konten
    • 2.5 Die Nichtveranlagungs-Bescheinigung
    • 2.6 Werbungskosten grundsätzlich nicht mehr abziehbar
    • 2.7 Berechnung der Abgeltungsteuer
    • 2.8 Die Berücksichtigung von Kirchensteuer
    • 2.9 Verlustverrechnung
      • 2.9.1 Verlustverrechnung während des Jahres
      • 2.9.2 Verlustverrechnung zwischen verschiedenen Banken
      • 2.9.3 Spekulationsverluste
      • 2.9.4 Verluste aus anderen Einkunftsarten
    • 2.10 Kein Altersentlastungsbetrag bei der Abgeltungsteuer
    • 2.11 Schenkung und Erbschaft von Depotwerten
      • 2.11.1 Schenkung
      • 2.11.2 Erbschaft
    • 2.12 Ausländische Quellensteuer
      • 2.12.1 Anrechenbare Quellensteuer
      • 2.12.2 Fiktive Quellensteuer
    • 2.13 Kontenabruf
    • 2.14 Auslandskonten
  • 3. Kapitalerträge in der Steuererklärung
    • 3.1 Wann die Anlage KAP Pflicht ist
      • 3.1.1 Es wurde keine Abgeltungsteuer auf die Kapitaleinkünfte erhoben
      • 3.1.2 Die Kapitalerträge werden individuell versteuert
      • 3.1.3 Sie beantragen Sozialleistungen
      • 3.1.4 Eine steuerbegünstigte Lebensversicherung wurde ausbezahlt
      • 3.1.5 Kirchensteuerkorrekturen
    • 3.2 Freiwillige Abgabe der Anlage KAP
      • 3.2.1 Geringer persönlicher Steuersatz
      • 3.2.2 Freistellungsaufträge sind ungünstig verteilt
      • 3.2.3 Depotübertragung
      • 3.2.4 Sie möchten Verluste verrechnen
      • 3.2.5 Altersentlastungsbetrag durch Anlage KAP nutzen
    • 3.3 Anlage KAP: Ausfüllhilfe
    • 3.4 Anlage KAP-INV: Ausfüllhilfe
    • 3.5 Anlage KAP-BET: Ausfüllhilfe
    • 3.6 Anlage AUS: Ausfüllhilfe
  • 4. Das ABC der Kapitalanlagen
    • 4.1 Aktien
      • 4.1.1 Ermittlung des Kapitalertrags
      • 4.1.2 Berücksichtigung von Kaufspesen und Verwaltergebühren
      • 4.1.3 Die Berechnung des Veräußerungserlöses
      • 4.1.4 Sonderfälle
      • 4.1.5 Sonstige Bezüge aus Aktien (z.B. Hapimag-Wohnrechte)
    • 4.2 Anleihen
      • 4.2.1 Stückzinsen
      • 4.2.2 Zerobonds
    • 4.3 Bausparverträge
    • 4.4 Entschädigungen/Schadenersatz
    • 4.5 Fondsbesteuerung
      • 4.5.1 Fondsbesteuerung bis Ende 2017
      • 4.5.2 Fondsbesteuerung seit 2018
    • 4.6 Lebensversicherungen
    • 4.7 Optionsscheine
    • 4.8 Privatdarlehen
    • 4.9 Rentenversicherungen
    • 4.10 Stille Beteiligungen
    • 4.11 Vermögenswirksame Leistungen
    • 4.12 Zertifikate
      • 4.12.1 Discount- und Bonus-Zertifikate
      • 4.12.2 Gold-Zertifikate
      • 4.12.3 ADR/GDR/IDR