Witwenrente: Wann wird der Rentenfreibetrag neu berechnet?

 - 

Wie bei allen Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung ist auch bei einer Witwen-/Witwerrente der Teil der Rente steuerpflichtig, der über dem Rentenfreibetrag liegt. Laut Gesetz ist aber bei einer Veränderung des Jahresbetrags der Rente der Rentenfreibetrag anzupassen.

Dieser einmal festgesetzte Betrag gilt in dieser Höhe grundsätzlich für die gesamte Laufzeit der Rente. Ausnahme: Laut Gesetz ist bei einer Veränderung des Jahresbetrags der Rente der Rentenfreibetrag anzupassen. Zu keiner Neuberechnung führen aber regelmäßige Anpassungen des Jahresbetrags der Rente.

Ändert sich die Höhe einer Witwenrente, weil sich das auf die Rente anzurechnende Einkommen geändert hat, berechnet das Finanzamt den Rentenfreibetrag neu (BMF-Schreiben vom 19.8.2013, BStBl. 2013 I S. 1087 Rz. 232 ff.). Dies bewirkt bei einer Minderung der Witwenrente, dass sich auch der Rentenfreibetrag vermindert.

Ein Rentenbezieher aus Nordrhein-Westfalen hat deshalb dagegen geklagt. Begründung: Auch in diesem Fall handele es sich um eine regelmäßige Rentenanpassung. Und deshalb gelte weiterhin der bisherige (in diesem Fall zu seinen Gunsten höhere) Rentenfreibetrag weiter. Beim zuständigen Finanzgericht hatte der Rentner jedoch keinen Erfolg: Die Finanzrichter bestätigten die Neuberechnung des Rentenfreibetrags durch das Finanzamt (FG Köln vom 23.10.2013, 4 K 2322/10 ; Az. der Revision X R 53/13). Nun muss der Bundesfinanzhof darüber entscheiden.

Weitere News zum Thema

  • Rentenerhöhung: Achtung, Steuerpflicht!

    [] 3,2 Prozent im Westen, 3,9 Prozent im Osten: So soll die Rentenerhöhung nächstes Jahr ausfallen. Was sich erst einmal gut anhört, kann finanziell nach hinten losgehen. Denn mit jeder Rentenerhöhung werden mehr Rentner steuerpflichtig! Was Sie jetzt tun können und warum das kein Drama sein muss, lesen Sie hier. mehr

  • Für Hinterbliebenenrente: Heiratsvermerk erforderlich

    [] Hinterbliebenenrenten werden – genau wie Altersrenten – nicht automatisch gezahlt, sondern nur auf Antrag. Wer eine Hinterbliebenenrente beantragt, muss dabei belegen, dass sein Ehepartner bzw. eingetragener Lebenspartner verstorben ist. Dazu reicht der Totenschein nicht. Es bedarf einer Sterbeurkunde. mehr

  • Witwenrente: Wann wird Rentenfreibetrag neu berechnet?

    [] Wie bei allen Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung ist auch bei der gesetzlichen Witwen-/Witwerrente der Teil der Rente steuerpflichtig, der über dem Rentenfreibetrag liegt. Dieser im Jahr nach dem Rentenbeginn (bzw. im Jahr 2005) festgesetzte Betrag gilt in dieser Höhe grundsätzlich für die gesamte Laufzeit der Rente. Doch es gibt Ausnahmen. mehr

  • BSG: Zweijährige Mütterrente verfassungskonform

    [] Die Mütterrente für erziehende Elternteile, deren Kind vor 1992 geboren wurde, wurde ausgebaut. Nun hat das Bundessozialgericht (BSG) eine Entscheidung zur Mütterrente-Regelung vom Juli 2014 getroffen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.