Rentenerhöhung: 50.000 Rentner müssen jetzt wieder eine Steuererklärung abgeben!

 - 

Seit heute gibt es mehr Rente: 3,18 Prozent im Westen, 3,91 Prozent im Osten. Darüber freut sich auch der Fiskus, denn etwa 50.000 Rentnerinnern und Rentner werden jetzt wieder steuerpflichtig. Doch zum Glück heißt steuerpflichtig nicht, dass auch tatsächlich Steuern gezahlt werden müssen!

Mit jeder Rentenerhöhung werden mehr Rentner steuerpflichtig – inzwischen liegt die Anzahl der steuerpflichtigen Rentner bei etwa 4,98 Millionen.

So vermeiden Rentner die Steuerpflicht

Auch Rentnerinnen und Rentner müssen nur dann Einkommensteuer zahlen, wenn sie mit ihrem zu versteuernden Einkommen über dem Grundfreibetrag liegen. Dieser beträgt für 2019 9.168 Euro für Ledige bzw. 18.336 Euro für Verheiratete (2018: 9.000 Euro bzw. 18.000 Euro).

Ob Rentner eine Steuererklärung abgeben müssen, hängt von der Höhe ihrer steuerpflichtigen Einkünfte insgesamt ab – dazu gehören nicht nur Renteneinkünfte aus der gesetzlichen Rente, sondern auch weitere Einnahmen wie zum Beispiel Mieteinnahmen oder Betriebsrenten.

Außerdem haben auch Rentner Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen, die sie von ihren Einnahmen abziehen dürfen – beispielsweise Gewerkschaftsbeiträge, die im Alter weitergezahlt werden, Kontoführungsgebühren, Kosten für Medikamente, einen Rollator oder eine Reha, Spenden und vieles mehr. So rutschen sie vielleicht doch noch unter den Grundfreibetrag und müssen überhaupt keine Einkommensteuer mehr zahlen.

Auf unserem Portal SteuerGoldies – Steuern und mehr für Rentner finden Sie zahlreiche kostenlose Informationen einschließlich einer kurzen Anleitung zur Anlage R, die Sie als Rentner abgeben müssen.

Diese Beiträge sind für den Einstieg besonders interessant:

Weitere News zum Thema

  • Nach Rentenbescheid: Entgeltpunktberechnung anfordern

    [] Nachdem Sie Ihren neuen Rentenbescheid erhalten haben, benötigen Sie zu dessen Prüfung die detaillierte Berechnung der Entgeltpunkte. Diese muss Ihnen die Deutsche Rentenversicherung nachträglich schicken. mehr

  • Freiwillige Rentenbeiträge lohnen sich weiterhin

    [] Extrabeiträge zur gesetzlichen Rente bleiben weiter attraktiv, denn die hohen Rentensteigerungen ab 1.7.2020 von 3,45 % im Westen und 4,2 % im Osten sowie ein weiterhin niedriger Beitragssatz von 18,6 % sorgen für eine Jahresrendite von 5,44 %. mehr

  • Mit der Grundrente gibt es nun vier Arten von Rentenzuschlägen

    [] Aufgepasst beim Rentenbescheid, denn künftig kann es auf die Entgeltpunkte für Beitragszeiten bis zu vier Zuschläge geben: für beitragsgeminderte Zeiten (z. B. für berufliche Ausbildung), für beitragsfreie Zeiten (z. B. Arbeitslosigkeit ohne Zahlung von Beiträgen), für Zeiten bis 31.12.1991 mit geringem Arbeitsgeld (Mindestentgeltpunkte) und für Grundrentenbewertungszeiten (bei Mindestversicherungszeit von 33 Jahren, niedrigen Entgeltpunkten von 0,3 bis unter 0,8 pro Jahr und Einhaltung der Einkommensgrenzen).  mehr

  • Als Rentner im Ausland leben: Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

    [] Grundsätzlich muss jeder Rentner, der im Ausland lebt und eine deutsche Rente bezieht, eine Steuererklärung abgeben. Ausnahmen kann es geben, wenn es zwischen Deutschland und dem Wohnsitzstaat ein Doppelbesteuerungsabkommen gibt, das festlegt, dass Deutschland kein Besteuerungsrecht für die deutschen Renteneinkünfte hat. mehr

  • Unfallopfer: Schadenersatz bei der Rente möglich

    [] Bei Unfällen, die Dritte verursacht haben, und bei Gesundheitsschäden aufgrund von Behandlungsfehlern im Krankenhaus können für die erlittenen Schäden vielfach die Schuldigen haftbar gemacht werden. Hierbei denkt man zunächst wohl an körperliche Schäden, an bei Unfällen beschädigte Dinge, etwa den Pkw oder das Fahrrad, und an Verdienstausfall. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.