Rente zu niedrig besteuert: Pech für das Finanzamt

 - 

Großes Durcheinander beim Finanzamt: Rente zu niedrig besteuert, Unterlagen weg –und dann noch diese Finanzrichter, die der Klägerin Recht gaben.

Eine Rentnerin erhielt jedes Jahr 90.000 € – aus einer privaten Versicherung, dachte das Finanzamt. Tatsächlich wurde das Geld aber vom Sohn der Frau überwiesen, weil er zuvor eine Vermögensübertragung erhalten hatte. Die Versorgungsleistungen hätten also als sogenannte wiederkehrende Bezüge voll versteuert werden müssen.

Als das Finanzamt nach einigen Jahren den Fehler bemerkte, erklärte die Rentnerin, dass der notarielle Übertragungsvertrag, aus dem der Zahlungsgrund hervorgeht, schon seit Jahren beim Finanzamt liege. So lange, dass die Unterlagen vom Finanzamt bereits archiviert und sogar vernichtet worden waren... Was eigentlich auch nicht hätte passieren dürfen, da der Vertrag zwischen Mutter und Sohn einen Dauertatbestand mit Wirkung für die Zukunft betrifft: Er dient bis zum Tod der Mutter als Rechtsgrundlage für die laufend von ihr bezogenen Zahlungen. Solange die Mutter lebt, ist der Vorgang noch nicht abgeschlossen - und darf noch nicht archiviert werden.

Viele Fehler also auf Seiten des Finanzamtes und die ernüchternde Erkenntnis: Auf die Vernichtung von Akten kann man sich hier nicht berufen. Es bleibt – jedenfalls für die Vergangenheit – bei der niedrigen Besteuerung, die Rentnerin bleibt von Nachzahlungen verschont (FG Rheinland-Pfalz vom 16.5.2015, 5 K 1154/13 ).

Weitere News zum Thema

  • Respekt-Rente: Bestehende Regelung bringt Vorteile

    [] Dass die Altersarmut künftig zunehmen wird, scheint ziemlich klar. Auch, dass gegengesteuert werden muss. Gestritten wird derzeit noch über das Wie. Ein Vorschlag, den das Bundesarbeitsministerium vorgelegt hat, ist in der Regierungskoalition umstritten. Er lehnt sich eng an die Rente nach Mindestentgeltpunkten für Versicherungszeiten vor 1992 an. mehr

  • Rentenerhöhung 2019 steht fest!

    [] Zum 1. Juli 2019 steigen die Renten im Westen um 3,18 Prozent und im Osten um 3,91 Prozent. Viele Rentner werden dadurch erstmals steuerpflichtig – Sie auch? mehr

  • Fahrvergünstigung für Pensionär: Versorgungsbezug oder Arbeitslohn?

    [] Zusätzlich zu den laufenden Versorgungsbezügen (Pensionen) gewährte Zuwendungen und geldwerte Vorteile (Sachbezüge) gehören nach Auffassung der Finanzverwaltung steuerlich zu den Versorgungsbezügen. So werden an Versorgungsempfänger des Bundeseisenbahnvermögens gewährte Fahrpreisvergünstigungen seit 2010 nicht mehr als Bezüge aus einer aktiven Tätigkeit nach § 19 Abs. 1 EStG (Arbeitslohn), sondern als Versorgungsbezüge nach § 19 Abs. 2 EStG behandelt. mehr

  • Was 2019 bei der Rürup-Rente gilt

    [] Mit dem Abschluss eines Basis-Rentenvertrags, der sogenannten Rürup-Rente, können sich insbesondere Selbstständige eine private Altersvorsorge aufbauen und damit Steuern sparen. Ähnlich funktioniert das mit freiwilligen Beiträgen in die gesetzliche Rentenkasse. 2019 gelten dabei günstigere Regeln. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.

Frohe Ostern!

Bis Ostermontag 20% auf alles in unserem Onlineshop

Geben Sie einfach nachfolgenden Code bei Ihrer Bestellung ein:

OSTERN-2019

Jetzt sparen
Dieses Angebot ist nicht mit anderen Rabatten kombinierbar.