Pensionen: Versorgungsfreibetrag bei Bezügen wegen verminderter Erwerbsfähigkeit

 - 

Werden Versorgungsbezüge, die wegen verminderter Erwerbsfähigkeit gezahlt werden, umgewandelt in einen Versorgungsbezug wegen Erreichens der Altersgrenze, ist für die Berechnung des Versorgungsfreibetrags weiterhin das Jahr des Beginns des Versorgungsbezugs wegen verminderter Erwerbsfähigkeit maßgebend.

Erhalten Sie zunächst Versorgungsbezüge wegen verminderter Erwerbsfähigkeit, ist maßgebend für die Höhe des Versorgungsfreibetrags und des Zuschlags zum Versorgungsfreibetrag das Jahr des Beginns dieser Versorgungsbezüge. Dabei gilt: umso früher der Versorgungsbeginn, desto höher der mögliche Versorgungsfreibetrag inklusive Zuschlag.

Werden die Versorgungsbezüge in einen Versorgungsbezug wegen Erreichens der Altersgrenze umgewandelt, wollten einige Finanzämter zum Nachteil der Pensionäre diesen Zeitpunkt als Versorgungsbeginn bei der Berechnung des Versorgungsfreibetrags ansetzen. Erfreulicherweise hat nun die Finanzverwaltung klargestellt, dass für diese Altersbezüge zur Berechnung des Versorgungsfreibetrags weiterhin das Jahr des Beginns des Versorgungsbezugs wegen verminderter Erwerbsfähigkeit maßgebend ist. Da es sich bei der Umwandlung des Versorgungsbezugs nicht um eine regelmäßige Anpassung handelt, muss das Finanzamt den Versorgungsfreibetrag entsprechend neu berechnen (BMF-Schreiben vom 13.9.2010, BStBl. 2010 I S. 681 Tz. 118).

Weitere News zum Thema

  • Freiwillig krankenversichert: Sofortrente voll beitragspflichtig

    [] Gesetzlich krankenversicherte Senioren sind meist pflichtversichert. Soweit sie allerdings die Anwartschaft für eine Pflichtversicherung im Alter nicht erfüllen, sind sie freiwillig versichert. Für diese Senioren gilt: Die Beiträge richten sich nach ihrer vollen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Dabei ist nach Ansicht des Bundessozialgerichts (BSG) auch eine Sofortrente beitragspflichtig (Az. B 12 KR 16/16 R). mehr

  • Als Rentner im Ausland leben: Wer muss eine Steuererklärung abgeben?

    [] Grundsätzlich muss jeder Rentner, der im Ausland lebt und eine deutsche Rente bezieht, eine Steuererklärung abgeben. Ausnahmen kann es geben, wenn es zwischen Deutschland und dem Wohnsitzstaat ein Doppelbesteuerungsabkommen gibt, das festlegt, dass Deutschland kein Besteuerungsrecht für die deutschen Renteneinkünfte hat. mehr

  • Auch Hinterbliebenenrenten steigen

    [] Zum 1. Juli sind die gesetzlichen Renten im Westen um 1,9 % und im Osten um 3,59 % gestiegen. Gleiches gilt für die Hinterbliebenenrenten und den Freibetrag für anrechenbares Einkommen. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.