Ab Juli 2019: Hinterbliebenenrenten steigen

 - 

Zum 1. Juli steigen die gesetzlichen Renten im Westen um 3,18 % und im Osten um 3,91 %. Entsprechend steigen die Hinterbliebenenrenten und der Freibetrag für anrechenbares Einkommen. Er erhöht sich damit ab Juli im Westen von 845,59 auf 872,52 € und im Osten von 810,22 auf 841,90 €.

Nettoeinkünfte, die über diese Beträge hinausgehen, werden zu 40 % auf die Witwen- bzw. Witwerrente angerechnet. Ob dabei Ost- oder West-Werte zugrunde gelegt werden, hängt vom Wohnsitz der Hinterbliebenen ab.

Die Bruttoeinkünfte der Witwen/Witwer dürfen aber deutlich höher sein, denn die Freibeträge beziehen sich auf Netto-Einkünfte, für deren Ermittlung die Rentenversicherung ihre eigenen Regeln hat: Es zählt hier das um (je nach Einkommensart) feste pauschale Prozentsätze reduzierte Bruttoeinkommen.

Die meisten der Hinterbliebenenrentner/-innen sind Ruheständler und erhalten zusätzlich noch eine eigene gesetzliche Altersrente. Der Bruttorentenbetrag dieser eigenen Rente wird bei einem Renteneintritt ab 2011 um 14 % reduziert. So wird rechnerisch die (fiktive) Nettorente errechnet.

De facto können damit Rentner/-innen mit einer Rente von monatlich bis zu 1.020,37 € brutto (im Westen) bzw. 978,95 € (im Osten) zusätzlich noch eine ungekürzte Hinterbliebenenrente erhalten.

Für Hinterbliebenenrentner (ohne eigene Altersrente) mit Einkünften aus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung liegt die kritische Einkommensgrenze ab Juli bei brutto 1.449,37 € (West) bzw. 1.398,51 € (Ost). Monatliche Bruttoeinkünfte bis zu dieser Höhe sind bei der Hinterbliebenenrente anrechnungsfrei.

Weitere News zum Thema

  • Rentnern droht doppelte Besteuerung

    [] Beispielberechnungen zeigen, dass Neurentner des Jahres 2019 doppelt besteuert werden. Sie haben bereits Steuern für ihre Rentenbeiträge gezahlt und müssen für die Rentenauszahlungen künftig noch einmal Steuern zahlen. Einem Finanzrichter ist das jetzt aufgefallen. mehr

  • Grundrente: Müssen jetzt alle Rentner eine Steuererklärung abgeben?

    [] Langjährige Niedrigverdiener, die 35 Jahre mit Rentenbeiträge aus Beschäftigung, Erziehung oder Pflege aufweisen, sollen einen Zuschlag zu ihrer Rente bekommen, wenn ihr Einkommen und das ihres Partners unter bestimmten Grenzwerten liegt. Zur Prüfung des Einkommens ist ein Datenaustausch zwischen den Finanzämtern und der Deutschen Rentenversicherung vorgesehen. mehr

  • Grundrente: Wie wird der Zuschlag berechnet?

    [] Rentner sollen zukünftig einen Rentenzuschlag erhalten, wenn sie 35 Jahre Rentenbeiträge gezahlt haben, die im Schnitt einem Wert zwischen 30 und 80 % des Durchschnittseinkommens entsprechen. mehr

  • Grundrente: Wie wird sie berechnet? Wer profitiert von ihr?

    [] Die Große Koalition hat sich nach einem langen und zähen Ringen am 10.11.2019 geeinigt, eine Grundrente einzuführen. Sie gilt ab 1.1.2021 sowohl für Neurentner als auch für Bestandsrentner. Beispielberechnungen zeigen, dass sie selten mehr bringt als die Grundsicherung. Sinnvoll ist es, auch dann eine Steuererklärung abzugeben, wenn man Einkünfte unter dem Grundfreibetrag erzielt. mehr

  • Investition in Rente: Eher für Gutverdiener ratsam

    [] Einzahlungen in die gesetzliche Rente (ohne Arbeitgeberbeteiligung) rentieren sich erst nach etwa 18 Jahren, bei privaten Renten kommt man derzeit erst nach rund 30 Jahren zu einem Plus. Lohnt sich das? – lautet dabei naturgemäß eine naheliegende Frage. Immerhin ist das Leben endlich. mehr

Weitere News zum Thema

schließen

Link empfehlen

Mit der Inanspruchnahme des Services willigen Sie in folgende Vorgehensweise ein:

Ihre eigene E-Mail-Adresse und die des Empfängers werden nur zu Übertragungszwecken verwendet - um den Adressaten über den Absender zu informieren, bzw. bei einem Übertragungsfehler eine Benachrichtigung zu übermitteln. Um einen Missbrauch dieses Services zu vermeiden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten (IP-Adresse) jedes Nutzers der versandten E-Mail in Form eines E-Mail-Header-Record (X-Sent-by-IP) beifügen und für einen Zeitraum von zwei Monaten speichern. Sofern Dritte glaubhaft machen, dass sie durch die Versendung eines Artikels im Rahmen dieses Services in ihren Rechten verletzt wurden, wird Steuertipps.de die Identifikationsdaten zur Rechtsverfolgung herausgeben.