Arbeitsmittel

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich der Umsatzsteuer für Arbeitsmittel kann der Arbeitnehmer im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Werbungskosten bei seinen Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit absetzen, wenn die einzelnen Arbeitsmittel 410 Euro (ohne Umsatzsteuer) nicht übersteigen. Liegen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 410 Euro, ist das Arbeitsmittel abzuschreiben. Dabei kann nur der jährliche Abschreibungsbetrag als Werbungskosten berücksichtigt werden.

Erwerben Selbstständige und Gewerbetreibende Arbeitsmittel, so gelten besondere Abschreibungsregeln (siehe Lexikon: Abschreibung).

Bei einer entgeltlichen Veräußerung des Arbeitsmittels ist der Veräußerungserlös bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit zu erfassen.

Zu den Arbeitsmitteln gehören zum Beispiel: Telefon, Telefax, Anrufbeantworter, Computer und Zubehörteile, Taschenrechner, Einrichtungsgegenstände für das häuslicher Arbeitszimmer (z. B. Schreibtisch, Stühle, Schränke, Regale, Lampen, Papierkorb, Pinwand, Uhr), Fachliteratur, Diktiergeräte, Berufskleidung.

Auch Gegenstände die zuvor ausschließlich privat genutzt wurden, können als Arbeitsmittel anerkannt werden. Die Überführung in den beruflichen Bereich sollte per Beleg dokumentiert werden. Hierbei ist der Restbuchwert (Anschaffungskosten minus Abschreibung) zum Zeitpunkt der Nutzungsänderung zu ermitteln und als Werbungskosten anzusetzen.

Gesetze und Urteile (Quellen)

R 9.12 LStR