An Big-Mac-Steuer soll Deutschland genesen
Wer sich ungesund ernährt, soll für die dadurch verursachten Kosten selbst aufkommen. Das fordert die Ärztekammer Berlin und schlägt deshalb eine „Fastfood-Steuer“ vor. „Dinge, die krank machen, wie Alkohol, Tabak und Fastfood müssen zur Finanzierung des Gesundheitsfonds herangezogen werden“, erklärt Kammerpräsident Dr. med. Günther Jonitz. Damit könnten die Kassenbeiträge dauerhaft gesenkt sowie Arbeitnehmer und Arbeitgeber entlastet werden. Eine sogenannte „Fastfood-Abgabe“ wäre nach Meinung der Ärztevertreter geeignet, die Finanzierung des Gesundheitswesens gerechter, solidarischer und nachhaltiger zu gestalten. Außerdem stärke sie die Eigenverantwortung und die Prävention, betont Jonitz. Gesundheitsschädigende Produkte müssten entsprechend gekennzeichnet werden.
Das Deutsche Ärzteblatt titelte daraufhin mit dem einprägsameren Namen „Big-Mac-Steuer“ für diese neue Steuer (Berliner Ärztekammer fordert „Big-Mac-Steuer“).
Eine solche Steuer dürfte freilich nicht am Fettgehalt der jeweiligen Speise festgemacht werden. Schließlich sind Leberwurst und Schinkenspeck in Maßen durchaus ärztlich erlaubt. Der Ansatzpunkt wäre eher die persönliche Essensration bezogen auf den täglichen Kalorienbedarf. Das könnten die Steuerbeamten ganz einfach ermitteln, wenn Sie jeden Tag die Bewegungs-, Ernährungs- und Gewichtsdaten aller Bürger gemeldet bekämen. Dafür ließen sich nach Alter und Geschlecht differenzierte Steuerklassen bilden, wobei es wiederum Steuerfreibeträge für besondere sportliche Aktivitäten geben müsste. Das Ganze wäre dann in einem ähnlichen Verfahren mit alkoholhaltigen Getränken und anderen Drogen durchzuführen.
Diese neue Steuerart hätte viele Vorteile: Sie bietet tolle Anreize zum Steuer sparen und leistet einen Beitrag zur Gesundheit.
(Bild: T.Görmen / pixelio.de)
(Herzlichen Dank für diesen Beitrag an den Gastblogger aus der Geldtipps-Redaktion)
5 Kommentare zu “An Big-Mac-Steuer soll Deutschland genesen”
Eine Antwort schreiben
Steuern sparen durch Hungern ist nicht ganz ungefährlich. Unerwünschte Nebenwirkungen könnten Knochen- und Hirnschwund sein, wie die jüngsten Ergebnisse der Magersucht-Forschung belegen. Bei Unterernährung greift der Körper notgedrungen auf die Eiweiß- und Fettvorräte der Knochen- und Gehirnmasse zurück. Ein Abbau der grauen Hirnsubstanz ist bei deutlichem Gewichtsverlust schon nach wenigen Monaten sichtbar.
@ M. Santak: Außerdem steigen die Ausgaben der Krankenversicherungen, wenn wir jetzt hungern, um Steuern zu sparen. Das bringt den Staatshaushalt dann auch wieder durcheinander
…Also, was tun? Ich bring am Freitag Kuchen mit ins Büro. Anlass wird die “Aktion zur Rettung und Bewahrung der grauen Hirnsubstanz” sein. Bin mal gespannt, wie die Kollegen reagieren
[...] Ich hatte ja angekündigt, dass ich anlässlich der “Aktion zur Rettung und Bewahrung der grauen Hirnsubstanz” Kuchen mitbringen würde – hier ist der Beweis: [...]
Ich finde die “Aktion zur Rettung und Bewahrung der grauen Hirnsubstanz” ist eine gute Idee. Außerdem schmecken die Muffins gut, danke Frau Backhaus.
Bitte