Ulla Schmidts Dienstwagen: Alles sauber aus steuerlicher Sicht
Hohe Wellen schlägt Ulla Schmidts Dienstwagenaffäre im Sommerloch. Moralisch mag man ihr Vorwürfe machen können, aus steuerlicher Sicht hingegen nicht. Denn die Ministerin überweist für die Privatnutzung der Staatskarosse jeden Monat einen erklecklichen Betrag an das Finanzamt.
Wie jeder andere Arbeitnehmer können auch Minister wählen, wie der geldwerte Vorteil ermittelt werden soll. So führt Justizministerin Brigitte Zypries laut dem Hamburger Abendblatt ein Fahrtenbuch. Arbeits- und Sozialminister Olaf Scholz rechnet hingegen nach der pauschalen Ein-Prozent-Methode.
Schauen wir bei ihm genauer hin: Nach Angaben seines Ministeriums versteuert Scholz monatlich einen geldwerten Vorteil von 1.888 Euro (ergo kostet sein Dienstwagen laut Liste bescheidene 188.800 Euro). Bei einem Steuersatz von 42% zahlt Scholz dafür monatlich 792,96 Euro zusätzliche Steuern. Nicht wenig also. Bei Schmidt wird es sich in derselben Größenordnung bewegen. Kein Wunder, dass diese Zahlen in der Neid-Kampagne so gut wie nie erwähnt werden.
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