Steuer-Links vom 12.3.2010
Gleich zu Anfang was zum Freuen:

(Quelle: www.ra-newsflash.de)
Herr Sarkozy, seines Zeichen Filou Präsident von Frankreich und voll seltsamer Ideen immer für eine Überraschung gut, will eine Devisensteuer einführen. Das dabei eingenomme Geld will in Programme gegen die Abholzung der Regenwälder investieren, berichtet Spiegel online, und gibt der Idee schon mal den Namen “Urwaldschutz-Steuer”. In Deutschland haben wir ein ähnliches Engagement mal privatwirtschaftlich und durch Biertrinken versucht…
Erfreuliches kommt aus dem Finanzministerium: Steuerexperten beurteilen Arbeit der Finanzämter: “Überwiegend positive Noten”, liest man dort. Allerdings gleich mit der Erkenntnis, dass man natürlich immer noch besser werden kann.
“Das Tagesgericht mit extra viel Steuern, bitte!” las ich in der Süddeutschen. Dort steht der dumme bemerkenswerte Satz: “Sie (die Beamten im Bundesfinanzministerium) berechnen für das Kantinenessen den vollen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent – während auf den Hamburger vom Imbiss nur sieben Prozent Steuern anfallen.” Nun ja. Könnte das vielleicht daran liegen, dass “Essen zum Mitnehmern” generell mit 7 Prozent besteuert wird, und “Essen für hier” mit 19 Prozent? Das ist beim Schotten sowie dem König aller Frikadellenbrötchen auch nicht anders, und gilt inzwischen eben auch für Schulkantinen…
Wenn die Schulkantine also den Grünkernbratling mit Salat zum Mitnehmen in der Jutetasche anböte, und sich die Schüler dann Beinebaumelnd auf die Trockenmauer des Schulbiotops setzten, dann wären auch hier nur 7 Prozent Umsatzsteuer fällig. (Mein Gymnasium war sehr grün geprägt. Bei uns gabs eine solche Mauer einschließlich Biotop wirklich. Und: Nein, es war eine ganz normale staatliche Schule – ohne jetzt irgendjemandem zu nahe treten zu wollen…)
PS: Die Süddeutsche erklärt in ihrem Artikel übrigens zutreffend, wie es zu der unterschiedlichen Besteuerung kommt.