Wenn der Steuerfahnder zweimal bellt…
In Sachen “Steuern” ist Köln kreatives und innovatives Vorbild. Seit 2003 gibt es zum Beispiel die Sexsteuer. Zurzeit liest man in den Medien immer wieder von der Bettensteuer, die die Stadt einführen will.
Ich fand mein persönliches Highlight heute in der Welt. Es geht ausnahmsweise nicht um die Einführung einer neuen Steuer, sondern um die Eintreibung einer bereits vorhandenen. Die Hundesteuer soll konsequenter durchgesetzt werden. Die Kölner wissen, dass Briefe und Ermahnungen nichts nützen. Sie vertrauen auf das schauspielerische Talent der Mitarbeiter des Kölner Kassen- und Steueramtes. Eine elfköpfige Taskforce wird sich auf den Weg machen – und bellen.
Die Idee dahinter: Die Mitarbeiter klingeln an Wohnungen, in denen ein unversteuerter nicht angemeldeter Hund vermutet wird. Der deutsche Durchschnittshund würde auf das Klingeln mit Bellen reagieren. Kommt tatsächlich Gebell: Super, alles klar, bitte zeigen Sie doch mal Ihre Hundesteuermarke! Bleibt es still, legen die Hundesteuerfahnder selber los, bellen – und hoffen auf Antwort in Form eines freundlichen “Wuff”. Tadaa: Schon ist ein weiterer Steuersünder überführt.

überführter Hundesteuersünder - © nimkenja / pixelio.de
Fragen Sie jetzt bitte nicht, wie die Mitarbeiter des Kölner Kassen- und Steueramtes die Sexsteuer eintreiben.