Steuern mal anders… und hübscher
Ich habe ein neues Spielzeug entdeckt. Es heißt wordle und macht aus Wörtern Bilder (naja, so ähnlich jedenfalls).
Spaßeshalber habe ich § 3 Nr. 26 EStG eingegeben:
Steuerfrei sind Einnahmen aus nebenberuflichen Tätigkeiten als Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder vergleichbaren nebenberuflichen Tätigkeiten, aus nebenberuflichen künstlerischen Tätigkeiten oder der nebenberuflichen Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen im Dienst oder im Auftrag einer inländischen juristischen Person des öffentlichen Rechts oder einer unter § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes fallenden Einrichtung zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke (§§ 52 bis 54 der Abgabenordnung) bis zur Höhe von insgesamt 2.100 Euro im Jahr.2Überschreiten die Einnahmen für die in Satz 1 bezeichneten Tätigkeiten den steuerfreien Betrag, dürfen die mit den nebenberuflichen Tätigkeiten in unmittelbarem wirtschaftlichen Zusammenhang stehenden Ausgaben abweichend von § 3c nur insoweit als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden, als sie den Betrag der steuerfreien Einnahmen übersteigen.
So nett kann dieser Text aussehen:
(Klicken Sie auf das Bild, um es größer zu sehen)
3 Kommentare zu “Steuern mal anders… und hübscher”
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Wäre das nicht ein schöner Wandschmuck für das Büro eines Steuerberater? Ggf. auch für das Wartezimmer, falls es so etwas auch beim Steuerberater gibt. Man sollte sich eine Lizenz besorgen.
Und: “wordle” , da steckt doch bestimmt ein Schwabe dahinter?
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Man kann sogar die Farben und Schriftarten an die corporate identity anpassen!
Hm, höchstens ein ausgewanderter Schwabe: Der Herr sitzt in den USA. “Kindle” ist ja auch aus den USA. Für eine im Ländle aufgewachsene (=mich) ist das schwierig…
Aus der Ästhetik der deutschen Steuerprosa ragt das Wort “oder” auffällig heraus. Das “oder” ist das Lieblingswort derjenigen Rechtsverdreher, die sich gern mehrere Möglichkeiten offen halten. Das “oder” tritt auch dann gehäuft auf, wenn möglichst viele Fallkonstellationen einbezogen (und damit “erschlagen”) werden sollen. Ein Wort, dass oft nachlässig behandelt wird, oder?