Verbilligte Aktien: Wann ist der geldwerte Vorteil zu versteuern?

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Einem Arbeitnehmer fließt geldwerter Vorteil in Form verbilligter Aktien in dem Zeitpunkt zu, in dem er die wirtschaftliche Verfügungsmacht über die Aktien erlangt. Bloß: Wann ist dieser Zeitpunkt?

Der BFH meint dazu: Allein die Tatsache, dass ein Angestellter Ansprüche oder Rechte auf verbilligte Aktien hat, führt noch nicht zu einem steuerpflichtigen geldwerten Vorteil. Dieser fließt erst mit der Verschaffung der wirtschaftlichen Verfügungsmacht darüber zu. Der Arbeitnehmer muss also über die Aktien verfügen können.

Wann ist man Inhaber einer Aktie?

Der Erwerber der Aktien ist rechtlich und wirtschaftlich bereits dann Inhaber der Aktie, wenn diese auf ihn übertragen oder auf seinen Namen im Depot einer Bank hinterlegt wird. Ab diesem Zeitpunkt hat er die wirtschaftliche Verfügungsmacht und muss bei verbilligten Aktien den geldwerten Vorteil versteuern.

Sperr- und Haltefristen

Die Aussage zum Zeitpunkt der wirtschaftlichen Verfügungsmacht gilt auch dann, wenn der Arbeitnehmer aufgrund einer Sperr- bzw. Haltefrist die Aktien für eine bestimmte Zeit nicht veräußern kann. Denn, so erklärten die Richter, eine obligatorische Veräußerungssperre hindert den Erwerber von Aktien nicht, sie zu veräußern (BFH-Urteil vom 30.6.2011, VI R 37/09 ).

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