Mensch Meyer: Eva Hermann erspart Ihnen die Gartenhilfe!
[29.09.2006] -
Der Staat beteiligt sich an Kosten für „haushaltsnahen Hilfen in Haus und Garten“! Sogar bei Eigentümergemeinschaften oder Hausverwaltungen! Letzteres ist allerdings ein höchst theoretisches Problem, wie mancher leidgeprüfte Mieter aus eigener Erfahrung weiß.
Ein Teil meines Balkons fiel z.B. neulich runter und zerstörte im Garten mehrere teure Rosensträucher sowie 3 seltene Käfer. Aber keine Spur von Hilfe seitens der Hausverwaltung. Sie stellte sich dermaßen lange tot, dass sie vermutlich selbst in Bayern eine Gammelfleischkontrolle zu befürchten hätte! Das ist wahrscheinlich ein Grundproblem von Eigentümergemeinschaften, der vielleicht gemeinsten Form von Basisdemokratie – selbst Grüne und FDP erreichen schneller einen Konsens als mehrere Hauseigentümer!
Außerdem versagt der Gesetzgeber, wenn es darum geht, den Begriff „haushaltsnah“ zu definieren. Wie nah muss die Hilfe dem Haushalt stehen? Reicht eine Tante zweiten Grades? Falls man auf Nichtverwandte zurückgreifen muss – was passiert, wenn die Hilfe dem Haushalt dann doch zu nahe kommt? Viele Schundfilmchen thematisieren die teuflische Gefahr, die der Gärtner für die einsame Ehefrau darstellt! Rechnen sich die Kosten einer so entstandenen Scheidung überhaupt gegen die Steuerersparnis?
Am besten zwingen Sie (der Mann) Ihre Ehefrau, das neue Buch von Eva Herman zu lesen. Feminin geläutert wird sie dann daheim bleiben und liebevoll das Nest bereiten. Im Gegenzug erlassen Sie ihr gnädig den Schleierzwang und investieren das gesparte Geld von Haushaltshilfe zuzüglich Scheidung in einen neuen Multifunktionsdrucker. Den Sie dann wiederum absetzen können!